Ein besonderer Auftrag

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Am Dienstag, den 22.09.2950, erhielten wir einen Auftrag.

Zu erst schien alles ganz normal. Wir sollten in Lorville 8 Kisten abholen und diese zu einer Kontrolle auf Ita bringen, dieser Kontrolle sollten wir unbedingt beiwohnen. Ok, soweit zwar merkwürdig aber es war auch nicht das erste mal. Auf Grund unseres guten Rufs, haben wir schon bei vielen Kontrollen die „unparteiische“ Instanz gestellt.

Unser Auftraggeber schickte uns kurz vor Begin der Arbeit noch eine Versicherungspolice über eine Versicherungssumme von fast 1.5 Millionen UEC. Für 8 Kisten schon sehr hoch, aber auch das kommt manchmal vor.


Wir entschieden uns also dazu eine Carrack für den Auftrag zu mieten, da die Hersteller noch im Aktionszeitraum sind und dies somit nichts kostet. Eine Versicherungssumme von 1.5 Mio UEC soll ja auch geschützt sein. Also, 2 Tumbril Cyclone eingepackt, Pakete eingesammelt und auf geht’s.

Was wir dann bei unserer Ankunft auf Ita erlebt haben, schlägt alles bisheriges.

Rund um dem Landingpad standen rund ein dutzend Tumbril Cyclone TR, mit stark gepanzerten Personal an den Waffen.
Dazu kamen noch 2 Anvil Ballista und mehrere verschiedene kleine Fighter in der Luft. Man hat uns erwartet und wir haben keinen Plan.

Nach einem ersten, eindeutigen Gespräch, warum wir völlig ohne Begleitung unterwegs sind und was uns denn einfallen würde, wurde auch schnell klar was los ist. Wir hakten beim Auftraggeber nach. Dieser erklärte uns dann die Situation. Um auf Lorville nicht aufzufallen, hat man uns engagiert und möglichst wenig Infos gegeben. Die Versicherungspolice galt nur für 2 Kisten, für die anderen 6 hat man uns die „Papiere“ nicht mitgegeben. Wir sollten nicht wissen, um was es geht.

Somit war das auch schnell geklärt. Also Kisten ausgeladen, erstmal auf dem Pad sammeln, während die erste Kiste in einem umgebauten Ursa Rover kontrolliert wurde.

Nach und nach wurde jede Kiste einzeln geprüft, während Chlorex mit einem unserer mitgebrachten Cyclone jede Kiste einzeln zum Zielgebäude brachte, durfte ich in der Kälte stehen und die Kisten hin und her schleppen. Ich musste nach spätestens 2 Kisten erstmal wieder ins Warme, so kalt war das in der Nacht..

Ich hatte dann noch den führenden Kommandanten gefragt, ob ich von diesem Schauspiel ein Foto machen dürfte. Er hat mir dann genehmigt, dass ich mit meiner Drohne einen möglichst kleinen Winkel fotografieren darf, wo so wenig wie möglich drauf zu sehen ist. Das Foto ist also geprüft und freigegeben.

Es ist schon ein komisches Gefühl so stark bewacht zu werden bei einem Transport Auftrag von 8 Kisten.

Am Ende gab es noch ein Lob von beiden Seiten für unsere Zuverlässigkeit und Souveränität. Was in den Kisten drin war, wissen wir immer noch nicht – und obwohl ich echt neugierig bin, weiß ich nicht ob es nicht besser ist, das wir es nicht wissen.